bei Phoenix zum Social-Media-Verbot
Zur Debatte über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche wurde ich von phoenix um eine Einschätzung gebeten.
Die schädlichen Effekte sozialer Medien haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell: Aufmerksamkeit binden, monetarisieren, Kauf- und andere Entscheidungen beeinflussen – und dafür unsere ureigenen sozialen Bedürfnisse ausnutzen.
Dieses Problem hört nicht mit 16 oder 18 Jahren auf. Wer die Gefahr allein ans Alter bindet, hat sie am Ende in der Breite der Gesellschaft umso mehr.
Dazu kommt ein gern übersehener Preis: Wer ein Mindestalter kontrollieren will, muss das Alter aller kontrollieren. Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bedeutet in der Konsequenz eine Ausweispflicht im Internet – für jeden.
Wenn soziale Medien wirklich ein so großes Problem sind – und das sind sie –, dann müssen wir es an der Wurzel lösen und nicht bis zum 18. Geburtstag vertagen.