Simplicissimus über das Mirai-Botnet
Simplicissimus hat die Geschichte des Mirai-Botnets aufgearbeitet.
Mir war vorher auch nicht bekannt, dass das möchtigste DDoS-Botnet seinen Ursprung in einem Streit ums Minecraft-Geschäft hat.
Deswegen durfte ich nur den technischen Teil erklären.
Mirai ist ein Botnet aus IOT-Devices
Mirai ist Schadsoftware, die schlecht gesicherte Geräte im „Internet der Dinge" – Router, Überwachungskameras – übernimmt und zu einem Botnet zusammenschließt.
Die befallenen Geräte funktionieren scheinbar normal weiter – lassen sich aber zentral von den Angreifern fernsteuern.
DDoS-Angriffe überlasten Server durch massenhafte Zugriffe
Das Mirai-Botnet wird regelmäßig für DDoS-Angriffe genutzt: Durch massenhafte Zugriffe werden Server dabei in die Knie gezwungen. Im September 2016 wurde so die Seite des Sicherheitsjournalisten Brian Krebs (rund 620 Gbit/s) und der französischen Hoster OVH (rund 1 Tbit/s) lahmgelegt.
Dann veröffentlichten die Autoren den Quellcode. So wurde am 21. Oktober 2016 der DNS-Dienstleister Dyn platt gemacht und große Teile des Netzes – Twitter, Netflix, Reddit, GitHub – waren für Stunden unerreichbar.
Der Telekom-Router-Ausfall 2016
Auch der Ausfall von hunderttausenden Telekom-Routern 2016 geht – indirekt – auf eine Mirai-Variante zurück. Den Fall habe ich hier erklärt: TR-069, die Telekom, und das was wirklich geschah
Mirai-Varianten geistern bis heute durchs Netz – so ist das eben, wenn fortwährend unzählige IOT-Devices mit Standardpasswörtern ausgeliefert werden.
Hier geht es zum Youtube-Video: Wie 3 Minecraft-Betrüger das Internet lahmgelegt haben.
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