Ransomware 'Locky' bei Arte Xenius
Für die Arte-Wissenssendung Xenius („Krieg der Computer") haben Thorsten Schröder und ich im Labor vorgeführt, wie ein Erpressungstrojaner tatsächlich arbeitet.
Der Ablauf ist unspektakulär und genau deshalb so wirksam: eine E-Mail mit einer angeblichen Rechnung, ein Word-Dokument, ein Klick auf „Inhalt aktivieren". Dann lädt das Dokument Locky nach, der Trojaner meldet sein neues Opfer beim Command-and-Control-Server, bekommt einen Schlüssel und verschlüsselt in Sekunden eine Datei nach der anderen. Danach folgt das Erpresserschreiben: ein halbes Bitcoin, damals rund 200 Euro, für die Entschlüsselung.
Die Konsequenz daraus ist unbequem, aber eindeutig: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es für niemanden. Wer im Ernstfall keinen Schaden nehmen will, kommt um das eine nicht herum – Backups.